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Meine Wetter-app hat mir schon vor meiner Reise nach Amsterdam mitgeteilt, dass das Wetter scheusslich werden würde. Fünft Tage lang nichts als Regen, Regen, Regen. Ich habe mich natürlich gut vorbereitet, mit Regenschirm und Mantel und so und dachte mir „halb so schlimm“. Als Schweizerin ist Regen ja eigentlich mein Element!

Es windet jedoch in alle vier Himmelsrichtungen und die Strassen haben sich in richtige Regenschirmfriedhöfe verwandelt. Einheimische und Touristen kämpfen gegen den Sturm und peitschenden Regen und Schirme werden von den orkanartigen Böen einfach auseinandergepflückt. Das Resultat: kreischende und lachende Menschen und weggeworfene Schirmleichen überall.

Torture Museum in Amsterdam

Das heisst, es ist wiedermal Zeit für ein paar Museumsbesuche und eigentlich auch der perfekte Tag um endlich all diese Sexshops zu durchstöbern. Kultivierte Leute hätten wohl das Van Gogh Museum gewählt, mir ist jedoch nach etwas mehr Spass zumute. Zunächst geht’s mal ab ins „Medieval Torture Museum“. Dieses Örtchen habe ich beim Vorbeilaufen spontan gesichtet und dachte mir, dass es von aussen doch schon mal recht lustig aussieht.

Auch innen gibt das Museum einiges her, ist jedoch mit 10 Euros relativ teuer und man hat auch alles ziemlich schnell gesehen. Fürs Geld gibt’s eine anständige Sammlung an mittelalterlichen Folterinstrumenten und man kann auch den Kopf durch die eine oder andere Guillotine stecken. Nach einer halben Stunde sind wir jedoch schon wieder draussen bei strömendem Regen und eine neue trockene Unterhaltungsmöglichkeit muss her.

Hash and Cannabis Museum

Die Lösung ist das nur fünf Minuten entfernte „Hash, Marihuana and Hemp Museum“, wo man sich die ganze Geschichte der Cannabispflanze zu Gemüte führen kann. Dieser Museumseintritt ist mit 9 Euro schon eher gerechtfertigt. Hier geht es nicht um das Amsterdamer Phänomen der Coffeeshops, sondern um den weltweiten Gebrauch der Pflanze.

Pfeifen und Rauchgeräte aus aller Welt, alte Texte und viel Popkultur – das Museum ist informativ und auch recht unterhaltsam. Brendan und ich haben uns auf jeden Fall (für erwachsene, rationale Menschen) viel zu lange an einer Fotostation amüsiert. Man kann sich da vor einen Greenscreen hinstellen und sich vor verschiedenen mit Cannabis verbundenen landschaftlichen Highlights der Niederlande fotografieren lassen. Das Ganze kann man dann an ausgewählte Email Adressen senden. Da wir für die Fotos ständig in die Knie gehen musste, liegt der Verdacht nahe, dass dies wohl eher für Kinder gedacht war.

Condomerie in Amsterdam

Ein Besuch in Amsterdam ist ohne das Durchstöbern der vielen Sexshops im Rotlichtviertel natürlich nicht vollständig. Neben einigen guten Lachern und Rätselraten, was denn ein bestimmtes Sextoy genau bezwecken sollte, ging es mir vor allem darum, wieder einmal Porno Ping Pong zu spielen.

Porno Ping Pong ist einfach und unterhaltsam. Zunächst formt man mal Teams und dann geht es darum, sich gegenseitig Pornotitel vorzulesen und sich das Lachen zu verkneifen. Lacht man, gibt’s einen Punkt für das gegnerische Team. Gar nicht so einfach bei Titeln wie „Edward Penis Hands“, „Assablanca“ or „There’s a Black Man In My Wife’s Ass.“  Wer gewonnen hat? Über das gibt’s dann bald noch einen (un)anständigen Artikel. Alles in allem habe ich mich auch bei strömendem Regen bestens in Amsterdam unterhalten.

Über den Autor

Tiffany is a Swiss travel writer, digital nomad, and photographer, who, after a fateful journey through Africa, has decided to get her passport renewed, sell all her junk, and live out of a suitcase in various corners of the world, as well as share the experiences with other travel enthusiasts. This blog is intended to inspire you to pack your bags, leave everything behind for a while, and make you go discover the world. Check her out on .

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