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Bisher waren meine Interaktionen mit Affen meist leicht kriminell angehaucht. Sie rissen kleinen Mädchen in Zoos die Popcorn Tüten aus den Händen, in Tansania sah ich, wie sie Autos ausraubten und in Südafrika hörte ich davon, wie Affen ganze Häuser demolieren. In der Karibik liessen sie sich mit gestohlenen Getränken volllaufen, in Uluwatu versuchte mich einer zu beissen und in Ubud schaffte es dann einer tatsächlich, auf meinem Finger rumzukauen. Oftmals sah ich nur, wie sie den nächsten Überfall mit ihren Banden planten.

Monkey at the monkey forest

Im “sacred monkey forest sanctuary” in Ubud, rund 50km von Denpasar entfernt, hält man die tückischen Äffchen mit viel Bestechung in Schach. Besucher können am Eingang ganze Bündel von Bananen kaufen, die sie dann später den über 600 Langschwanzmakaken, eine Spezies, die in ganz Südostasien zu finden ist, zuwerfen können. Manche halten die gelben Früchte auch hoch über ihrem Kopf, sodass die Affen die Beine hoch klettern um an ihre süsse Belohnung zu gelangen. Entsprechend gross ist die Sauerei – der Boden ist komplett bedeckt mit weggeworfenen Bananenschalen und mich hat es mehrmals fast wie bei Mario Kart auf den Hintern gehauen.

Lady selling bananas at the monkey forest

Anders als ihre aggressiveren Artgenossen in Uluwatu, sind die Affen in Ubud den Menschen etwas freundlicher gesinnt. Sie verbringen ihre Tage damit, auf den Pfaden rumzuhängen, sich gegenseitig das Ungeziefer aus dem Fell zu zupfen und sich mit den vielen Bananen einen dicken Bauch anzufuttern. Während das Leben im Wald meistens friedlich und ruhig erscheint, kämpfen hier jedoch vier verschiedene Gruppen um ihr jeweiliges Territorium. Vor allem die Männchen sind daher des Öfteren mal in Machtkämpfe verwickelt. Während die Jungs grimmig in die Gegend gucken, sehen die kleinen Babyäffchen aus wie winzige runzlige Grossväter und Grossmütter. Sie springen ungeschickt auf den Ästen herum oder klammern sich an ihre Mütter, während sie sich eine grosse zerquetschte Banane ins Gesicht reiben.

Baby monkey with its mother

Baby monkey eating a banana

Affen verkörpern im balinesischen Hinduismus sowohl positive, als auch negative Kräfte. Daher werden diejenigen Affen, welche ihr Zuhause auf einem Tempelareal gefunden haben, besonders verehrt. In der Form von sogenannten Barongs, könnten sie nämlich die Tempel vor bösen Kräften beschützen. Diese spezielle Art von Dämonen, welche die Geister von Tieren repräsentieren, bevölkern anscheinend auch den heiligen Affenwald und ihre Statuen sind über den Naturpark hinweg verteilt. Es macht Spass zu versuchen, alle überwachsenen Statuen im Grün zu entdecken, und auch die Tempel und Schreine sind definitiv einen Besuch wert.

Der Naturpark hat mir so gut gefallen, dass ich am liebsten den ganzen Tag im “sacred monkey forest sanctuary” verbracht hätte. Der Eintritt kostet nur 20’000 Rupiah (etwa 2$) und fürs Geld kriegt man eine ganze Menge Unterhaltung. Die Äffchen sind süss und ihre Eskapaden meist ziemlich lustig. Und: Ich wurde nur einmal gebissen und ich denke der wollte bloss spielen.

Monkeys at the monkey forest

Statue of a turtle

Baby monkey with its mother

close up of a monkey at the monkey forest

Monkeys of the monkey forest

Monkeys of the monkey forest

Monkey statue

Monkeys of the monkey forest

Monkey forest sanctuary

Monkeys of the monkey forest

Monkeys of the monkey forest

Offerings in the monkey forest

Monkeys of the monkey forest

Lizard statue

Demon bridge

Monkeys of the monkey forest

Monkeys of the monkey forest

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